1980 – 1989Erste IT-Errungenschaften

> english Version

1980GEBOS geht an den Start

Das neue Bankenprogramm GEBOS wurden 1980 zur Nutzung freigegeben. Alle Bankinstitute konnten ihre Sparkontenverwaltung nun mit einem Programmsystem bedienen. Als erste stellte die Raiffeisen Bau & Maschinen Kredit Genossenschaft ihre Buchungen auf dieses Dialogprogramm um. GEBOS war gleichzeitig ein Startschuss zum Netzwerkbetrieb. Im Rechnerverbund wurden Transaktionen von allen Banken möglich. Aus Kundensicht verschmolzen der Raiffeisensektor und der Bankensektor damit zu einem Institut.

1980

Durch den gemeinsamen Weg der drei Raiffeisen-Rechenzentren, des Raiffeisen-Rechenzentrums NÖ-Wien, des Rechenzentrums Steiermark und des Rechenzentrums Vorarlberg wurde GEBOS rasch umgesetzt. Das Bankenssystem war bis zu „EINE IT“ in fünf Bundesländern im Einsatz.

1980

Es war 1978, also bereits acht Jahre zuvor, als im Raiffeisen-Rechenzentrum der Beschluss gefasst wurde, die damals bestehenden vier Bankenbuchungsprogramme, nämlich das  NÖRK-Programm, das Buchungsprogramm der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, das Buchungsprogramm der Maschinenkreditgenossenschaft und das Buchungsprogramm der Genossenschaftlichen Zentralbank durch ein gemeinsames Produkt zu ersetzen.

1981

Das RRZ zählte zu den ersten Unternehmen, das konsequent und schon seit 1981 100 Prozentiges Recycling Papier einsetzte.

1981

Der Papierbedarf lag durch den Druck von Tageslisten und Auszügen in den 90 Jahren jährlich bei 30 Millionen Seiten und steigerte sich, trotz vermehrten Einsatzes von Technologien auf rund 300 Millionen A4-Seiten pro Jahr ab dem Jahr 2001.

Ebenso wurde das Silber aus dem Mikrofiche rückgewonnen und recycled.

1981

Der PC wurde Standard. Dem Trend vorausschauend gründete RRZ den Computerclub Chipsi und veranstaltet Computercamps.

1981

Diese gesellige Plattform für Computerinteressierte verfügte über eine eigene Zeitung und erlangte sogar Fernsehpräsenz. Über Sponsoring der Zentralbank konnte ein attraktives Klublokal bezogen werden. Chipsi hielt sich als österreichischer Trendsetter bis weit in die Neunziger – als das Internet die Welt zu einem einzigen Computerclub machte. Mit bis zu 300 Mitgliedern war Chipsi ein kleiner Vorreiter des World Wide Web.

Erster Bankomat in Österreich

1980 war es soweit, das Bankomatzeitalter hatte auch in Österreich begonnen. Am 8. September wurde der erste Bankomat in Wien in Betrieb genommen. Damit begann eine neue Ära der Geldversorgung der Österreicherinnen und Österreicher: Abheben mit Karte und PIN Code war möglich geworden.

1982

Aus Kunststoff, Papier oder Metall-Kunststoff-Laminat gefertigt und mit eingestanzten
Löchern versehen, diente der Lochstreifen der Speicherung, Verarbeitung und Übertragung
von Informationen.

1982

In den Anfangsjahren der Datenverarbeitung war die Erfassung der Daten mittels Lochstreifen ein billiger und sicherer Weg zur erfolgreichen Datenverarbeitung. Bei den Raiffeisenkassen des Einzugsbereichs des RRZ waren rund 200 solcher Geräte im Einsatz. Neue Erfassungsterminals und wiederverwendbare Magnetbandkassetten verdrängten die Lochkartengeräte. Im April 1983 wurde das letzte Lochgeräte des RRZ außer Betrieb genommen.

1982

Im Dezember 1981 wurde die letzte nö. Raiffeisenkasse auf EDV-Buchhaltung umgestellt. Der im Jahre 1970 begonnene Weg wurde damit zeitlich wie geplant abgeschlossen.

1982

Das Raiffeisen-Rechenzentrum, das bekanntlich neben dem Wiener und nö. Bereich auch für das Burgenland tätig ist, betreut nunmehr über 800 Raiffeisen-Bankstellen in diesen drei Bundesländern. Für die Raiffeisenkassen, einschließlich der  Zentral- und Spitzeninstitute des Geldsektors wurden damals rd. 2,5 Mio. Konten geführt und pro Jahr über 50 Mio. Buchungen abgewickelt, wobei sich die Tagesspitzen mintunter der 500.00er-Grenze näherten.

1982

Die zügig voranschreitende Online-Umstellung sowie die Realisierung und Implementierung neuer Anwendungen hat einen ständigen steigenden Plattenbedarf zur Folge.

1982

6 Plattenlaufwerke der neuen Dünnfilmtechnologie mit einer Speicherkapazität von je 2,5 GB somit insgesamt 15 GB angemietet. Um diesen Plattentyp softwaremäßig unterstützen zu können, war es notwendig die Betriebssystemversion BS 3000/MSP einzusetzen.

Lochstreifen Ade

In den Anfangsjahren der Datenverarbeitung war die Erfassung der Daten mittels Lochstreifen ein billiger und sicherer Weg zur erfolgreichen Datenverarbeitung. Bei den Raiffeisenkassen des Einzugsbereichs des RRZ waren rund 200 solcher Geräte im Einsatz. Neue Erfassungsterminals und wiederverwendbare Magnetbandkassetten verdrängten die Lochkartengeräte. Im April 1983 wurde das letzte Lochgeräte des RRZ außer Betrieb genommen.

1983

Im RRZ wurde die Einführung des Gebos-Programms zügig vorangetrieben. Der Bankenalltag wurde stufenweise auf elektronische Abwicklung umgestellt.

1983

40 Online-Raiffeisenkassen wurden bereits auf das Gebos-Dispo-Online Programm umgestellt. Nahezu parallel wurde der Echtbetrieb mit der bundeseinheitlich vereinbarten Online-Zugriffsmethode au den bundeskompatiblen Groß EDV Anlagen aufgenommen.

1983

Der neugegründete Sicherheitsausschuss (SIRIUS) beschloss das verpflichtende Tragen von Dienstausweisen in den Gebäuden des RRZ und der Zutritt zu den Systemräumen wurde kontrolliert.

1983

Nicht nur der Vorfall des Brandes in der Nationalbank, auch das steigenden Datenvolumina und die steigende Anzahl an täglichen Transaktionen, veranlassten das RRZ schon sehr frühzeitig sich intensivst mit dem Thema Sicherheit auseianderzusetzen. Zudem wurden Video-Überwachungssysteme installiert und der Zugang zu den Systemräumen noch besser abgesichert.

1983

Der Welterfolg des PC‘s veranlasste das RRZ zur Gründung einer eigenständigen Tochterfirma für den Mikrocomputer-Handel.

1983

COMCAT ist die erste firmeninterne Gründung mit dem Ziel eines erweiterten Leistungsspektrums. Über ComCat erfolgte einige Jahre der Verkauf von Personalcomputer zu attraktiven Mitarbeiterkonditionen. ComCat war auch die allererste Beteiligung – viele folgten noch.

NOCH POTENTIAL FÜR DIE EDV1983

Trotz der umfangreichen und stetig wachsenden Zahl der ausgegebenen Daten auf Mikrofilm, war der Bedarf an Informationen auf Papier gedruckt nach wie vor sehr hoch. So wurden damals Woche für Woche 8.000 Kilo Papier „verarbeitet“ sprich bedruckt. Im Jahr waren das 46 Eisenbahnwaggons zu je 10 Tonnen. Die Auswertungen auf Papier oder Mikrofilm mussten zudem auch in die Raiffeisenkassen gebracht werden. Dafür waren Transportbehältnisse, Koffer oder Plastiktaschen im Einsatz. Die RRZ-Expedienten mussten diese Transportbehältnisse, wenn man die An- und Rücklieferung berücksichtigte, über 100.000 mal pro Jahr in die Hand nehmen.

1984

In Perchtoldsdorf wurde der erste Kontoauszugsdrucker Österreichs installiert.  Erstmals konnteen sich die Kunden die Informationen über ihren Kontostand ausdrucken lassen.

1984

In einer derartigen Routinesituation konnte der Automat die menschliche Arbeitskraft exzellent ersetzen und wurde auch gerne angenommen, weil durch den automatisierten Druck auch eine gewisse Privatsphäre gewahrt wurde. Dieser Service am Kunden setzte sich langfristig und lückenlos durch und wurde um weitere Möglichkeiten des Informationeabrufs ergänzt.

1984

Bildschirmtext war ein neues Medium. Auf schwarzem Hintergrund mit knalligen Farben wurden in sehr kantiger  Schrift Informationen zur Verfügung gestellt.

1984

Im Rahmen des Bundesprojektes Gebos wurden die Saldoabfragen, Kontoauszugsabfragen der letzten 25 Umsätze, Überweisungen sowie das Bestellwesen für diverse Formular bzw. Schecks über das neue Medium Bildschirmtext den Kunden bei Home-Banking-Transaktionen realisiert.

1986

Mit der Raiffeisenkasse Frauenkirchen nahm die 100. Raiffeisenkasse 1986 den online Betrieb auf.

1986

Gleichzeitig bedeutete diese Umstellung den Beginn des online Zeitalters für das Burgenland, denn zeitgleich stellten auch Podersdorf um. Diese markanten Ereignisse fallen in einen Zeitraum, in dem die erste onlineVerbindung ihr 10jähriges Bestandsjubiläum begeht. Im Mai 1975, also nach Fertigstellung des Raiffeisenhauses, nahm die Raiffeisenbank Wien Hollandstraße als erste Raiffeisenbank den online Betrieb auf.

1986

Der erste RRZ-Stand auf der IFABO. Der reine Verkaufserfolg dieses Marketinginstrumentes wurde als eher bescheiden bewertet, aber die Kundenkontakte wurden ausgiebigst gepflegt.

1986

Wenn die Messe auch kein klassisches Verkaufsinstrumentarium war, so war es ein jährliches Highlight, ein beliebtes Come Together der Branche. Der RRZ-Stand, samt Würstelstand und Bierhahn, bewährte sich Messe für Messe, als exzellente Kontaktbörse für die gesamte EDV-Branche und zur Finalisierung von Kaufabschlüssen. So wurde der Stand als reine Kommunikationsgelegenheit, ohne bilanzwirksame Wertschöpfung, aufrechterhalten.

1987

In der Eingangshalle des Raiffeisenhauses Wien wird im Oktober 1987 der erste Kontoauszugsdrucker aufgestellt. Die Möglichkeit des Kontoauszugsdruckes stellte einen bedeutenden Schritt zur `Bank von morgen` dar.
Dadurch haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich einen aktuellen Kontoauszug durch Einschreiben der EC-Karte oder Kundenkarte erstellen zu lassen. Dieses Service stand den Mitarbeiter von Montag-Freitag von 7- 20 Uhr zur Verfügung. Dadurch hatten alle Mitarbeiter die Möglichkeit, am Weg zum oder vom Arbeitsplatz, oder in der Mittagspause seinen aktuellen Kontoauszug ausdrucken zu lassen.

1987

Wie bei der versteckten Kamera, wurden die ersten Kontoauszugsdrucker in den Filialen unauffällig durch eine Glaswand beobachtet. Eine spannende Situation: Als erste Kundin kam eine betagte Dame zum neuen Automaten. Zur Freude der verantwortlichen Beobachter holte die Dame ihren Auszug mühelos ab. Dann allerdings schritt sie entschlossen zum Schalter, um ihn sich vorlesen zu lassen.

1988

RRZ beginnt Rechenzentrumsdienstleistungen auch anderen Branchen anzubieten. Als einer ihrer ersten externen EDV-Großkunden gewinnt das RRZ die frisch fusionierte Zuckerindustrie.

1988

Die damalige Sugana schloss ihr Rechenzentrum und übersiedelte in das RRZ-Host. Die dazugehörige SAP R/2 Hostlösung konnte nun auch auf dem freien Markt zur Nutzung angeboten werden. So kam es zu einer SAP-Kooperation mit Fiducia Karlsruhe. Ein neues betriebswirtschaftliches Beraterszenario hatte sich damit herauskristallisiert.

1989

Der Start der konsequenten Zwei-Standorte-Philosophie garantierte bei einem Ausfall die Aufrechterhaltung des Produktionsbetriebes. Der zunehmenden Bedeutung der Dialogverarbeitung für die Abwicklung des täglichen Geschäftes wurde mit der Umsetzung eines neuen Sicherheitskonzeptes Rechnung getragen.

1989

Im Zuge des Neubaus der Raiffeisen Zentralbank Österreich wurde eine zweite Betriebsstelle des RRZ am Standort „Stadtpark“ eingerichtet, die im Normalfall als Entwicklungsrechenzentrum fungiert und im Katastrophenfall konnten dort die wichtigsten Verarbeitungen binnen 24 Stunden an diesem Standort aufgenommen werden.

1989

1979 wurde die RB Krems als erste niederösterreichische Pilotkasse für den online Betrieb gewonnen, nachdem die Software bereits in zwei Zweigstellen der Raiffeisenbank Wien erfolgreich seit 1976 im Einsatz war.

1989

10 Jahre später, zum 20jährigen Jubiläum des RRZ wurde die letzte burgenländische Hauptanstalt and das Online Netz angeschlossen. Die Umstellung der letzten NÖ- Hauptanstalt, war ebenso für das 4. Quartal vorgesehen. Aufgrund von Problemen mit der Postleitung konnte dies erst im März 1990 erfolgen. Damit war der vor 3 Jahren eingeleitete „Dialogisierungprozess“ abgeschlossen.

1989

Das Netzwerk umfasste per 31.12.1989 607 Bankstellen mit 1608 Terminals.

1989

Das gesamte Datennetz würde aneinandergereiht einer Entfernung von rund 8.000 Kilometer ergeben. Das entspricht in etwa der Entfernung Wien- New York. Aufbauend auf diesem Netz konnten verstärkt elektronische Dienstleistungen angeboten werden.Das gesamte Datennetz hätte aneinandergereiht einer Entfernung von rund 8.000 Kilometer ergeben. Das entspricht in etwa der Entfernung Wien- New York. Aufbauend auf diesem Netz konnten verstärkt elektronische Dienstleistungen angeboten werden.